Dralion: Cirque du Soleil mit Artistik auf höchstem Niveau

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Wer es erst nach der Pause zur Basler Show des Cirque du Soleil schaffte erlebte ein tolles Programm mit erstklassiger Artistik. Der zweite Teil der Show bot das, was man sich unter dem weltbekannten Markennamen «Cirque du Soleil» vorstellt. Die Premiere war bei weitem nicht ausverkauft. Es gab etliche leere Ränge. Doch die anwesenden Zuschauer erlebten einen unterhaltsamen Zirkusabend.

Schon vor Programmbeginn wurde das Publikum durch eine Clownshow gelangweilt, die auch um 20 Uhr nicht enden wollte. Das Programm war offenbar zu kurz, weshalb man die Clowns mehrmals als Füller auf die Bühne schickte. Gemächlich begann danach der Hauptact mit – den Namen nach zu schliessen – vorwiegend chinesischen Künstlern. Der Name der Show «Dralion» leitet sich aus den beiden Wörtern Dragon (Drache) und Lion (Löwe) ab. Diese wichtigen Symbole aus der fernöstlichen Philosophie repräsentieren den Osten und den Westen.

Als ersten Höhepunkt konnten die Zuschauer eine Diabolo-Show bewundern, gefolgt von einer fünfzehn-köpfigen Truppe, die Sprünge durch Reifen zeigte. Die Präzision und Vielfältigkeit der Luftflieger war enorm, und die Akrobaten durften ihren verdienten Applaus entgegen nehmen. Die Kulisse war eine Wand, an der Akrobaten immer wieder scheinbar schwerelos emporstiegen und sich im Zeitlupentempo fallen liessen. Andere liessen sich von den Kulissenbalkonen auf Trampoline fallen und zeigten mit Präzision und Tempo, was mit diesen Geräten alles möglich ist.

Der Glanzpunkt der Show war sicher im zweiten Teil der «Aerial Pas de Deux». Zu zweit tanzten Lorant Makocsany und Amanda Orozco an blauen Bändern hängend inmitten der Arena durch die Luft. Scheinbar berührungslos hielten sie einander und zeigten eine perfekte und sehenswerte Vorführung. Schon allein für diese Nummer lohnte sich der Besuch des Cirque.

Beat Eglin

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