HURTS IM INTERVIEW

HURTS sind endlich wieder mit einem neuen Meisterwerk namens «Surrender» zurück. Am 9. Oktober 2015 hatte das Warten endlich ein Ende, denn die neue Platte von HURTS «Surrender» wurde veröffentlicht.

(Bilder: zVg Sony music)

(Bilder: zVg Sony music)

Dem feinen Zwirn sieht man den Edelmetallregen nach wie vor nicht an – die Anzüge sitzen makellos. Natürlich. Denn Hurts sind zurück. Und damit beginnt ein weiteres Kapitel dieses Pop-Märchens von den zwei Engländern, die Musik schreiben, die Massen begeistert und bewegt. Mit «Some Kind Of Heaven» ist vorab ihre neue Single erschienen, die den Hurts-Spirit – diese ganz eigene Mischung aus zurückhaltender Ästhetik und mitreissender Eingängigkeit – auf den Punkt bringt. Eben weil Theo Hutchraft und Adam Anderson genau das machen, was sie am besten können: bewegende Pop-Musik, die immer weiter an Grösse gewinnt, und so gross wird, dass man einfach nicht mehr daran vorbei kommt oder auch nur darüber nachdenken kann, sie zu vergessen. Das Wort «Surrender» kann gegensätzliche Bedeutungen haben, je nachdem wie man es betrachtet. Einerseits kann aufzugeben befreiend sein; die Entscheidung aufzuhören zu kämpfen oder aufzuhören zu widerstehen. Auf der anderen Seite ist es verhängnisvoll; sich der Macht eines Anderen auszuliefern, oft als Gefangener.

Es ist jetzt etwas über zwei Jahre her seit das nordenglische Duo seine letzte Platte «Exile» veröffentlicht hat, ihr zweites Album in den UK-Top-Ten und ein weiteres Kapitel der Millionen Platten, die sie weltweit bis heute verkauft haben. Diese kurzfristige Stille wurde im Juni energisch mit «Some Kind of Heaven» unterbrochen, der ersten Single aus dem neuen Album. Es ist eine Pop-Technicolor-Explosion, gelenkt von einem ansteckenden Groove, Theos kühner Stimme und der mosaikartigen Produktion von Jonas Quant, die zwischen barocken Violinen und bewusst rohen jungle-esken Drumbreaks changiert. Aber das bemerkenswerteste an dem Song ist, wie schamlos prächtig er ist; von einem warmen, goldenen Glühen durchflutet, das man mit ihrer letzten Platte nicht assoziiert hätte.

Die Schönheit von «Surrender» liegt darin, dass es sich zwar um eine überraschende, neue Richtung von Hurts handelt, es aber trotzdem überhaupt nicht unpassend wirkt. Über den Verlauf ihrer drei Alben hat sich das Duo gewissenhaft die Grundlage dafür erarbeitet, dass die künstlerischen Grenzen von Hurts so weit gefasst sind, dass immer alles möglich ist. Der Prozess des Schreibens begann im milden Klima von Montreux, in den berühmten Studios in den Bergen, aus denen schon David Bowie, The Rolling Stones und Iggy Pop auf den Genfer See geblickt haben. Bald danach gingen sie nach Ibiza, L.A. und New York um aufzunehmen und arbeiteten sowohl mit ihrem  favorisierten Jonas Quant an der Produktion als auch mit neuen Gesichtern, wie dem legendären Stuart Price (Madonna, The Killers) und dem gefragten Ariel Rechstaid (Haim, Vampire Weekend).

Ihre besondere Verbindung und ihre Begeisterung als Duo ist heute gewagter denn je. Sie sind nicht mehr die beiden nordenglischen Jungs aus der Arbeiterklasse, die dunkle Popmusik machen; sie sind zwei erfahrene Songwriter mit einer starken Intuition was die Stile und Stimmungen des jeweils anderen angeht. Deshalb treiben unterschiedliche Einflüsse und Experimente an die Oberfläche von «Surrender», die in der Vergangenheit noch nicht so ausgeprägt waren. Das Songwriting-Handwerk von Fleetwood Mac zum Beispiel war ein wichtiger Einfluss auf Theo und Adam während des Schreibens. Ausserdem waren sie besessen davon, mehr Rhythmus in ihre Arbeit einfliessen zu lassen, und so wurden die dunklen Soul-Flexionen eines klassischen Prince zum magnetischen Bezugspunkt. Aber auch trotz dieser neuen Intentionen werden einige wiederkehrende Inspirationen für immer auf dem Planeten Hurts verbleiben.

Am 9. Oktober erschien endlich das grossartige und dritte Album des britischen Duo welches den Titel «Surrender» trägt. Wir trafen Theo Hutchcraft und Adam Anderson von HURTS zum Interview.

Hallo zusammen, wie geht es euch?
THEO HUTCHCRAFT: Danke, es geht uns sehr gut. Schönes Wetter und zurück in der Schweiz. Grossartig!

Wie gefällt es euch in der Schweiz und habt ihr gute Erinnerungen an die Schweiz?
ADAM ANDERSON: Ja, wir haben sehr gute Erinnerungen an die Schweiz.
THEO HUTCHCRAFT: Wir waren schon sehr oft in der Schweiz. In St.Gallen spielten wir eines unseren ersten Festivals. Für das neue Album haben wir sogar in Montreaux unsere Zeit verbracht und am Album gearbeitet. Es war sehr interessant. Davos ist übrigens auch ein wunderschöner Ort. Wir haben grossartige Fans hier und sehr gute Erinnerungen.

Kennt ihr evtl. eine Schweizer Band, einen Schweizer Künstler oder eine Schweizer Persönlichkeit?
THEO HUTCHCRAFT: Eine Schweizer Band hat uns mal auf der Tour supportet. Der Name der Band ist «Pegasus».
ADAM ANDERSON: Mein absolut Schweizer Favorit ist Roger Federer. Er ist unglaublich, einer der grossartigsten «Künstler» den es gibt.

Sprechen wir doch über das neue Album von euch. HURTS kehren mit einem neuen und grossartigen Album zurück und veröffentlichten am 9. Oktober 2015 das fantastische Album welches den Titel «Surrender» trägt. Erzählt uns ein bisschen mehr über die neue Platte?  
ADAM ANDERSON: Wir sind bei diesem Album viel gereist. Wir haben in Montreaux gestartet und es war hervorragend. Anschliessend sind wir nach New York gereist, dort war es sehr kalt aber auch sehr inspirierend. Für die Aufnahmen dieses Albums waren wir an verschiedenen Orten, nicht wie bei den letzten Alben. Bei diesem Album wollten wir ein bisschen rumreisen um diesen Album aufzunehmen. Wir waren auch viel freier und viel relaxter für das Songwriting.
THEO HUTCHCRAFT: Dieses Feeling haben wir auch in die Musik gesteckt. Es war auch eine neue und andere Seite für uns sowie auch eine neue Art von Musik machen. Wir hatten auf jeden Fall ganz viel Spass dabei.

Die ganzen Lyrics von der neuen Platte «Surrender» habt ihr alle selbst geschrieben und beigesteuert?
ADAM ANDERSON: Ja. wir diskutieren natürlich alle Parts von den Songs zusammen aus.

Sieht ihr beim neuen Album «Surrender» einen grossen Unterschied zum alten? Evtl. ein bisschen weniger «Dark-ness»?
THEO HUTCHCRAFT: Ja, es ist schon ein Unterschied vorhanden, ganz klar! Unser zweites Album war schon sehr «Dark» und der Prozess war auch ganz anderer. Für uns ist es immer wichtig dass wir ehrlich sind und wir machen auch die Musik, so wie wir uns auch fühlen.

Habt ihr einen Favoriten auf dem Album?
THEO HUTCHCRAFT: Da gibt es sicher einige. Ich mag z.B. «Lights» ganz gerne.
ADAM ANDERSON: Ich finde z.B., dass «Wings» ein ganz grossartiger Song ist.

Ist man eigentlich nach so vielen Live Auftritte noch nervös, bevor man die Bühne betritt?
THEO HUTCHCRAFT: Ja, auf jeden Fall. Ich finde das es auch gut ist wenn man etwas nervös ist.

Was für Musik hört ihr Privat?
ADAM ANDERSON: Every-thing! Wir hören auch viel Radio und somit alles ein bisschen!
THEO HUTCHCRAFT: Ich denke wenn man jung ist konzentriert man sich eher auf eine Art Genre von Musik. Wenn man etwas älter wird, dann ist man auch eher offener für verschiedene Arten von Musik. Das Radio ist natürlich perfekt für die verschiedene Art von Musik.

Was haltet ihr eigentlich von all den Casting Shows wie z.B. X Factor, American Idol u.s.w.?
ADAM ANDERSON: Ehrlich gesagt ist es schwierig zu sagen. Ich würde behaupten es ist gutes Entertainment. «Good Television Entertainment» oder «Good Family Entertainment».

Was habt ihr für Pläne in naher Zukunft?
THEO HUTCHCRAFT: Wir werden auf Tour gehen und werden auch Orte besuchen, an denen wir vorher nie waren. Wir werden auf jeden Fall mehr Orte besuchen als in der Vergangenheit.

Eine Message für eure Schweizer Fans?
ADAM ANDERSON: THANK YOU!
THEO HUTCHCRAFT: Danke das ihr an unsere Shows kommt, unsere Festivals besucht und unsere Musik kauft. Seit dem Beginn ist die Schweiz für uns eines der grössten Plätze und wir wurden immer ganz gross supportet von den Leuten hier. In der Schweiz hatten wir auch immer fantastische Shows. Es ist eine gute Synergie!

Album: «Surrender»
(Sony Music)
im Handel erhältlich
www.informationhurts.com

Interview: Christos & Christos

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